Senken GLP-1-Rezeptoragonisten kardiovaskuläre Ereignisse bei Typ-2-Diabetes?
Bei Menschen mit Typ-2-Diabetes senken GLP-1-Rezeptoragonisten schwere kardiovaskuläre Ereignisse (MACE: kardiovaskulärer Tod, nicht tödlicher Myokardinfarkt, nicht tödlicher Schlaganfall). Eine Metaanalyse von 8 kardiovaskulären Endpunktstudien (über 60.000 Teilnehmende) fand eine relative MACE-Reduktion von 14 %, mit konsistenten Reduktionen der kardiovaskulären Mortalität, der Gesamtmortalität und eines kombinierten renalen Endpunkts [1].
Der Nutzen war über die Wirkstoffe hinweg weitgehend konsistent und zeigte sich bei Patienten mit und ohne bestehende kardiovaskuläre Erkrankung, wobei der absolute Nutzen bei vorbestehender kardiovaskulärer Erkrankung am größten ist [1]. Diese Befunde stützen die Leitlinienempfehlung, bei Patienten mit höherem Risiko Wirkstoffe mit nachgewiesenem kardiovaskulärem Nutzen zu bevorzugen.
Der Effekt ist ein Signal auf Klassenebene, das vor allem von einzelnen Studien wie LEADER (Liraglutid) und SUSTAIN-6 (Semaglutid) getragen wird; nicht jeder Wirkstoff hat ein einzeln signifikantes MACE-Ergebnis, und gastrointestinale Nebenwirkungen sind häufig [1].
- Die Studien schlossen überwiegend Populationen mit hohem kardiovaskulärem Risiko ein, sodass der absolute Nutzen in der Primärprävention bei niedrigem Risiko weniger sicher ist.
- Effektgrößen unterscheiden sich nach Wirkstoff und Formulierung; die Metaanalyse berichtet einen gepoolten Klasseneffekt, keine Äquivalenz zwischen den Präparaten.
Cardiovascular, mortality, and kidney outcomes with GLP-1 receptor agonists in patients with type 2 diabetes: a systematic review and meta-analysis of randomised trials
Illustratives Beispiel einer CliniAtlas-Lesung, nur zur fachlichen Orientierung. Verifizieren Sie sich als medizinische Fachkraft, um eigene Fragen gegen aktuelle Quellen zu stellen. Englisches Original.