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Beispielhafte Evidenzantwort

Direkte orale Antikoagulanzien oder Warfarin bei nicht valvulärem Vorhofflimmern: Was wird bevorzugt?

BeispiellesungQuellengestützte SyntheseBelege geprüft

Bei nicht valvulärem Vorhofflimmern sind direkte orale Antikoagulanzien (DOAK) zur Prävention von Schlaganfall und systemischer Embolie mindestens so wirksam wie Warfarin, bei besserem Sicherheitsprofil. Eine Metaanalyse der vier zulassungsrelevanten Phase-3-Studien (über 71.000 Patienten) fand unter DOAK 19 % weniger Schlaganfälle oder systemische Embolien als unter Warfarin, vor allem durch weniger hämorrhagische Schlaganfälle [1].

DOAK senkten zudem die Gesamtmortalität und, besonders bemerkenswert, intrakranielle Blutungen gegenüber Warfarin um etwa die Hälfte [1]. Gastrointestinale Blutungen waren bei einigen DOAK in bestimmten Dosierungen häufiger.

Diese Befunde machen DOAK zusammen mit den praktischen Vorteilen fester Dosierung und fehlender Routineüberwachung zum bevorzugten Erstlinien-Antikoagulans für die meisten Patienten mit nicht valvulärem Vorhofflimmern. Bei mechanischen Herzklappen oder mittelschwerer bis schwerer Mitralstenose sind sie nicht geeignet [1].

Einschränkungen
  • Die Daten gelten nicht für mechanische Klappen oder rheumatische Mitralstenose, wo Warfarin Standard bleibt.
  • Die Dosiswahl ist entscheidend (Nierenfunktion, Alter, Gewicht); das Risiko gastrointestinaler Blutungen ist bei einigen Wirkstoffen und Dosierungen erhöht.
Quellen dieser Lesung
III / Systematische Übersicht2014

Comparison of the efficacy and safety of new oral anticoagulants with warfarin in patients with atrial fibrillation: a meta-analysis of randomised trials

[1]DOI 10.1016/S0140-6736(13)62343-0The Lancet
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